Chronologie

1984-85

In Mömbris sind vor einigen Jahren Supermärkte entstanden und der Obstbaubetrieb Dirker hat Absatzschwierigkeiten mit Frischobst, da die umliegenden Kunden in den Supermärkten Obsteinkäufe tätigen. Die Idee wird geboren, die Äpfel zu Apfelwein zu machen und ebenso aus dem Rest Früchtewein herzustellen! Die Produkte finden bei Dirker’s Militärkameraden (01. Jan. 1985 – 31. März 1986) reissenden Absatz.


1986-87

Die hobbymäßige Herstellung wird immer aufwändiger und der zwischenzeitlich verheiratete Dirker meldet seinen Gewerbebetrieb im Elternhaus Friedhofstraße 20, 63776 Mömbris an. Die Teilnahme auf der Intervitis / Interfrukta, beschert dem jungen Unternehmer eine Vielzahl neuer Kunden, so dass Dirker seinen Apfelwein (abgefüllt in Weinflaschen mit Kork oder auch lose Ware) bis nach West-Berlin kutschiert. Es ist „in“ in Kreuzberg, Dirker Apfelwein zu trinken. Erstmals gibt’s auch die Teilnahme am Mömbriser und Großkrotzenburger Weihnachtsmarkt und 1988 am Kahler Frühlingsmarkt. Nebenbei wurde auch 1986/87 zum ersten Mal als Stoffbesitzer (zolltechnisch: jemand der Obststoffe besitzt) Schnaps brennen lassen, bei einem befreundeten Brenner Josef Stenger in Krombach.


1988

Dirker war so fasziniert von dem Haltbarmachen der Obststoffe und entdeckte seine feine Nase, mit welcher er die einzelnen Alkohole erschnuppern konnte. Von der Begabung beflügelt und von den Eltern unterstützt wurde ein Brennrecht beantragt und gekauft und so konnte im Frühjahr 1992 erstmals auf eigener Anlage destilliert werden.


1993

Von der Qualität seiner Produkte überzeugt, reichte Dirker seine Produkte erstmals auf der in Österreich stattfindenden internationalen Destillata ein. Die Produkte fanden bei der Jury Gefallen und so erreichte Dirker als „Newcomer“ auf Anhieb Platz 2 in der internationalen Rangliste und erhielt den Titel „Schnapsbrenner des Jahres“ in Silber.


1994

Angespornt vom Erfolg, bemühte sich Dirker das letzte aus dem Obst heraus zu brennen und reichte seine neuen Produkte erneut ein. Diesmal erreicht er international den ersten Platz „Schnapsbrenner des Jahres“ in Gold.


1997

In den Folgejahren platziert sich Dirker fast immer unter den besten zehn und 1997 gelingt ihm, zusammen mit Vitorio Capovilla nochmals international der zweite Platz. Immer auf der Suche nach „neuen Obstsorten“ werden auch giftige Früchte destilliert, wobei es möglich ist die toxischen Stoffe vom Alkohol während des Brennens zu trennen. Auch wird im Herbst 1996 erstmals der legendäre Haselnussgeist gebrannt. Die Idee hatte sein Bankdirektor Elmar Staab mit ihm zusammen ausgeheckt, als Dirker einen Kredit zum Hallenbau brauchte. Der erste fest angestellte Arbeiter Markus Skarzynski wird eingestellt.


1998-99

Dirker errichtet auf dem jetzigen Betriebsgelände seine Lagerhalle und verlegt die Obstverarbeitung, aus der Friedhofstraße aus Platzgründen dorthin. Dirker trägt sich mit dem Gedanken einer Komplettaussiedlung, wobei er zunächst bei den Zollämtern auf ablehnende Haltung stößt, da das Gelände auf hessischem Territorium liegt. Letztendlich wird einem Antrag beim Bundesfinanzministerium stattgegeben, sodass auch die Brennerei an den neuen Standort verlegt werden darf. So Oberfinanzpräsident Dr. Horst Seelig im August 2000.


2001-02

Dirker macht eine Bauvoranfrage und einen Bauantrag und erhält dann im Jahr 2001 seine Baugenehmigung. Nebenbei helfen ihm seine Ehefrau Elke im Büro und seine Eltern tatkräftig auf der Obstplantage, die er bis auf acht Hektar erweitert. Es werden dort außergewöhnliche Früchte wie Mispeln oder Walsche Schnapsbirnen angepflanzt.


2003-04

Ein außergewöhnlich heißes Jahr lässt bei Dirker’s neu angepflanzten Obstbäumen ca. 70%, d.h. von über 1000 Bäumen etwa 700 vertrocknen, da während der Kirschernte nicht gegossen werden konnte Aber die Hitze bringt grandiose Aromen und Zucker im Obst hervor und es werden ca. 54.000 kg Zwetschgen eingemaischt. Auch erstmals eine große Mollebuschbirnenernte, nach 10 Jahren von fast 30.000 kg. Im darauf folgenden Jahr werden grandiose Destillate daraus destilliert.


2005-06

Durch die Trennung von seiner Ehefrau wurde eine Umstrukturierung des Betriebes erforderlich. Neues Personal bringt frischen Wind. Das neue Team ist im Büro als Chefsekretärin und rechte Hand Frau Christine Wilson, für den Verkauf und die Versandabteilung, neben seiner Mama, Frau Blandina Berwanger und beim Abfüllen und Etikettieren wird Markus Skarzynski nun von Uwe Berwanger und Ingo Glaab unterstützt. Somit hat Dirker den Rücken frei um sich um die Finanzierung und den Bau des neuen Hofladens zu kümmern. Das angestrebte Ziel im November 2006 wird mangels Baumaterialien nicht erreicht.


2007

Erst im Jubiläumsjahr kann der Umzug in der Faschingswoche im Februar stattfinden. Am 26. Februar 2007 eröffnet der neue Laden in der Alzenauer Straße 108 seine Pforten. Auch der Bau der neuen Verschlussbrennerei wird zusammen mit der Firma Adolf Adrian vorangetrieben, so dass zum „Tag der offenen Tür“ das Brenngerät an seinem Platz steht. In diese Brennanlage hat Dirker sein ganzes Wissen und die Kunst der Destillation einbauen lassen und auch sie wird traditionell mit Holz befeuert. Denn „gut Ding will Weile haben“.

Ein Wermutstropfen ist Dirker allerdings noch geblieben. Seine Abfindungsbrennerei darf Dirker trotz der Genehmigung durch den Oberfinanzpräsident nun nicht mehr mit in die neuen Räumlichkeiten nehmen! Grund dafür ist eine zwischenzeitliche Änderung der Gesetzeslage, die sogenannte „Eintürregelung“ welche besagt das nur noch eine Türe aus dem Brennraum ins Freie führen darf und keine weitere Türe in keinen weiteren Raum.
Da wiehert der Amtschimmel, denn alleine aus feuerschutztechnischen Gründen müssen Notausgänge vorhanden sein.
Es folgte ein angeregter Schriftwechsel zwischen Dirker, den Hauptzollämtern, Oberfinanzdirektion und Bundesfinanzministerium.

Letztendlich, nach langem hin und her, durfte er auf seinem neuen Betriebsgelände eine Verschlussbrennerei errichten und unter hessischer Steueraufsicht in Betrieb nehmen. Ein bayerischer Beamter untersagte die Zulassung beim Hauptzollamt Schweinfurt.
Die Abfindungsbrennerei auf dem alten Betriebsgelände verkaufte Arno Dirker seinem Vater. Als Folge des Streites konnten nun nicht wie geplant, die Länder Hessen und Bayern, das Betriebsgrundstück nach Bayern umsiedeln, sondern mussten „Dirker“ auf hessischem Boden belassen.
Gegen Ende des Jahres verstärkt Dirker nochmals sein Team um drei weitere Mitarbeiter. In der Produktion bzw. Plantage erhält das bestehende Team nun Unterstützung von Bernd Roth, Martin Pfarr und Murray Hinton.



2008

Seit Januar gibt es in der Brennerei sogenannte Quartalsbrände. Das sind Auslesen oder aus seltenen Früchten hergestellte Destillate, die nur in begrenzten Stückzahlen abgefüllt werden, da es davon auch nur wenig Obst im Kahlgrund gibt.

Ende Februar verlässt Markus Skarzynski das Dirkersche Unternehmen.
Da im Laufe der letzten zwei Jahre das Medieninteresse an Arno Dirker immer stärker geworden ist und er, neben seinem Tagesgeschäft und der Feld- u. Erntearbeit, nicht die Zeit findet allen Anfragen gerecht zu werden, wird im April ein weiterer Mitarbeiter eingestellt. Armin Tögl wird zukünftig für die Präsentation des Internetauftritts, den Newsletter-Versand sowie für die Betreuung und Instandhaltung der EDV Anlagen zuständig sein.

Ende Mai erhält Arno Dirker die Baugenehmigung für die Kapelle die er, wie Anfang des Jahres angekündigt, aus Dankbarkeit dafür errichten möchte, dass er vom einst umstrittenen Gebietstausch zwischen Hessen und Bayern ausgenommen wurde. Somit soll die Kapelle den Brenner für immer daran erinnern, wie gefährdet der Fortbestand seines Betriebes war und an den Kampf, den er nicht nur für sich selbst und seinen Betrieb sondern auch für seine Mitarbeiter führte. Die Kapelle ist, wie das Hofgut selbst, im fränkischen Fachwerkstil geplant und wird auf Dirker’s Grundstück errichtet. Richtfest soll im nächsten Jahr am „Tag der offenen Tür“ sein.

Anfang Juni findet der mittlerweile alljährliche „Tag der offenen Tür“ mit Hoffest, auf dem Anwesen rund um die Brennerei statt. Wie im Jahr zuvor, kamen zahlreiche Besucher aus Nah und Fern und machten diesen Tag mit ca. 1200 Interessierten zu einem vollen Erfolg.

Im Oktober vergrößert sich unser Team erneut. Frau Ewa Handtke ist künftig tätig als Übersetzerin für polnisch und russisch.

Immer am letzten Sonntag im Oktober findet der Aktionstag „Der Kahlgrund brennt“ statt. An dieser Veranstaltung nehmen max. 15 Brennereien im Kahlgrund teil. Erstmals nimmt in diesem Jahr auch die Edelbrennerei Dirker mit einem sensationellen Start teil und man kann sagen – es brannte buchstäblich lichterloh auf dem Anwesen. Dirker selbst hatte nicht mit solch einem „Ansturm“ gerechnet, als sich ca. 1000 Besucher an diesem Tag auf seinem Hofgut einfinden.

Auch Anfang Dezember gibt es dieses Jahr immer noch Äpfel zu ernten, da der Winter noch nicht wirklich bei uns angekommen ist. Überhaupt war dies ein Jahr mit einer rekordverdächtigen Apfelernte. Es wird eigens für den Abtransport der 80 Tonnen Äpfel aus der Plantage, ein LKW angeschafft. Die Freunde edler Obstbrände dürfen sich in den kommenden zwei Jahren, auf eine reichliche Auswahl an Apfeldestillaten freuen.



2009

Und wieder braucht das Team von Arno Dirker Verstärkung. lm März wird Herr Dirk Steinleitner eingestellt um das bestehende Team bei Produktions- u. Plantagearbeiten zu unterstützen. In der zweiten Märzwoche wird der erste Spatenstich für den Kapellenbau aus dem Boden ” gehoben. Bereits Anfang April ist die Fachwerkkonstruktion der Kapelle aufgeschlagen. Ebenso wurde die Inschrift über dem Eingang angebracht. Ende April sind die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen und das Kapellendach somit komplett fertig gestellt. Im April wird die 72 kg schwere Glocke für die Kapelle angeliefert und eingebaut.

Eine neue Lagerhalle wird gebaut, weil in diesem Jahr viele Obstsorten wie z. B. Quitten, Kirschen, Sanddorn, Birnen und Zwetschgen eingekauft und die Maische gelagert werden muss. Die Zwetschgen-Anlieferung der umliegenden Bauern und Kleingartenbesitzern brachte wegen erheblichem Verkehrsaufkommen den kompletten Verkehr auf der Staatsstrasse zum Erliegen und musste kurzzeitig von der Polizei geregelt werden.



2010

Das Jahr begann mit einem trockenen Frühjahr. Eine neue Obstplantage wurde angelegt und es wurden ca. 1000 seltene Birnenbäume angepflanzt. Der Sommer war sehr feucht und mäßig warm. ‘ Nach einem wunderschönen Altweiber-Sommer und einem goldenen Herbst, wurde am 20. November das letzte Obst geerntet und am 22. November nach Hause gefahren. Trotz des durchwachsenen Jahreswetters, gab es eine große erfolgreiche Obsternte von Äpfeln und Birnen. Der strenge Winter forderte seinen Tribut, Streusalz wurde knapp und die Schneemassen waren so groß, dass die Parkplätze stündlich geräumt werden mussten.

Am 31. Oktober als der Kahlgrund brannte, wurde in einem feierlichen Akt, vor ca. 2000 Besuchern mit Politikprominenz, sowie den Pfarrern aus Mömbris und Neuses das Hüttelngesäßer Grenzkapellchen eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Neben zahlreichen Obstbränden gibt es seit diesem Jahr, bei Dirker auch grüne Soße in flüssiger Form, den Geist vo de Frankfurter Grie Soos.

Zahlreiche Prämierungen bei der DLG, 7x Gold-, 8x Silber-, 5x Bronzemedaillen, sowie den Bundesehrenpreis in Gold wurden Dirker in Nürnberg feierlich überreicht!



2011

2011 beginnt wettermäßig genauso turbulent wie 2010. Das Frühjahr war sehr heiß und trocken, so dass im März, April und Mai nur 2,5 Liter qm Regen fiel. Auch in diesem Frühjahr standen Neuanpflanzungen an. 240 altersschwache Pflaumen bäume mussten gerodet werden und wurden durch ca. 300 neue Birnenbäume ersetzt. Die Eisheiligen im Mai mit -8°C vernichteten fast die komplette Ernte.

Der Sommer war verregnet und ließ das Obst verfaulen. Dirker erntete schnellstens Frühzwetschgen und rettete sie vorm Verderben. Von dieser Sorte wird es 2013 einen vorzüglichen Brand geben. Bei der DLG konnte Dirker seinen Erfolg vom Vorjahr gegenüber 134 teilnehmenden Brennereien mit insgesamt 604 eingereichten Proben behaupten und erhielt diesmal 8x Gold, 7x Silber und 1x die Bronzemedaille. Des Weiteren bekam er den Bundesehrenpreis in Silber vom Bundeslandschaftsministerium in Berlin im Meistersaal überreicht.

Die Spätzwetschgenernte mit 38 Tonnen und die Mollebuschernte mit 32 Tonnen, füllte Dirkers Maischebehälter und sorgt für Nachschub in der Brennblase.

Das Ende der Hessenkurve war im Juli perfekt, der Gebietstausch fand am 01. Juli 2011 statt. Dirkers Brennblase befindet sich ab jetzt unwiderruflich im Hessenteil des Kahlgrunds.

Am 30. Oktober, brannte der Kahlgrund, bei herrlichem Wetter zum 4. Mal und das Dirkersche Gelände platzte aus allen Nähten!

Viele neue Obstsorten, wie z. B. Ingwer, Aprikose, Majoran ......, wurden in diesem Jahr verarbeitet und dürfen in 2012 für geistige Überraschungen sorgen!



2012

Dirkers Unternehmen wächst und deshalb muss angebaut werden. Eine neue Brennanlage wird erbaut und die Lagerhalle wird vergrößert. Auf dem privaten Teil des Hofguts errichtet Dirker ein neues Wohnhaus. Das Gebäude stand ursprünglich in Mömbris und wurde von Dirker selbst, fachmännisch abgebaut.

Das Kurmainzerische Amtshaus aus dem Jahre 1752 des Marktes Mömbris, diente einst als Schulhaus und als Amtsgebäude des Bürgermeisters, sowie als Pfarrhaus und wurde auch Herrenhaus genannt.

Der Wiederaufbau erfolgt geringfügig abgeändert, teilweise mit neuen als auch mit den alten Originalbalken des Ursprunghauses.

Dirker ist im Jubiläumsjahr und feiert sein 25-jähriges Bestehen!

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